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 Schnapsbrennen in der Rhön

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Schnapsbrennen in der Rhön

Schnapsbrennen in der Rhön
Dem Schnapsbrönner über die Schulter schauen - Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen wird vom 23. bis 26. April wieder Obstler gebrannt / Besucher können Hochprozentiges verkosten


Fladungen, im April 2013

Eine hochprozentige Veranstaltungswoche erwartet die Besucher des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen vom 23. bis 26. April. Aus dem Obst der museumseigenen Streuobstwiesen wird dann Schnaps gebrannt, die „geistreichen“ Erzeugnisse des letzten Jahres können dazu vor Ort ver-kostet werden.

„Schnapsbrönner“ Michael Weber aus Ostheim hat dann bereits aus den naturbelassenen Äpfeln, Birnen und Zwetschgen von den Museumswiesen den Lutter erzeugt, ein niedrigprozentiges Destillat. Am Dienstag, 23. April, trifft er schließlich im Erdgeschoss der Hofstelle aus Mühlfeld die letzten Vorbereitungen für das Schnapsbrennen: Hier steht eine funktionstüchtige Brennerei aus Jesserndorf aus den 1920er Jahren. Durch den sogenannten Wasserabtrieb werden mögliche Löcher oder Undichtigkeiten aufgespürt, und er dient der Reinigung der Brennblase. Hier kann man dann zusehen, wie der Lutter in der Brennblase erhitzt wird, bis sein Dampf in den Helm und durch das Geistrohr in den Kühlbehälter steigt und dort kondensiert.

Der Vorlauf des Kondensates wird abgelassen, nur der Mittellauf wird aufgefangen und weiterverarbeitet. Mit Wasser wird das Kondensat auf Trinkstärke gebracht. Anschließend muss das frische Destillat rund ein Jahr lagern, bevor es verköstigt werden kann. Die Besucher bleiben deshalb aber nicht „auf dem Trockenen“ sitzen: Die Erzeugnisse der letzten Jahre dürfen gerne probiert und im Museumsladen auch flaschenweise erworben werden. „Schnapsbrönner“ Weber empfiehlt: „Vorbeikommen lohnt sich! Den Obstler, Apfel- und Zwetschgenschnaps sollte man unbedingt probieren und vor allem der fein malzig schmeckende Bierschnaps ist eine Kostprobe wert!“

Wem diese Veranstaltung zu hochprozentig ist, der ist zum Brautag am Mittwoch, 24. April, einge-laden. Im Kommunbrauhaus aus Alsleben wird der einzige Sud Museumsbier gebraut, welches am 30.06. beim feierlichen Museums-Bieranstich das erste Mal ausgeschenkt wird.

Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen ist bis 4. November wieder täglich von 09:00 – 18:00 Uhr geöffnet, im April ist montags Ruhetag. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,50 €, ermäßigt 3,00 €, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Weitere Informationen sowie Veranstaltungs- und Programmübersicht: Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, Bahnhofstraße 19, 97650 Fladungen, Tel. (09778) 91 23-0 oder unter www.freilandmuseum-fladungen.de.

 
Schnapsbrennen in der Rhön
Hochprozentiges wird im Fränkischen Freilandmuseum vom 23. bis 26. April produziert.
Das Bild zeigt „Schnapsbrönner“ Michael Weber in der Hofstelle aus Mühlfeld. Foto: Fränkisches Freiland-museum Fladungen

 



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