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 Kaiser Pfalz in Salz bei Bad Neustadt a.d. Saale

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Kaiser Pfalz in Salz bei Bad Neustadt a.d. Saale

Kaiser Pfalz in Salz bei Bad Neustadt
Bad Neustadt, Salz und Hohenroth bereiten wertvolle archäologische Funde am Veitsberg für Öffentlichkeit auf

Bad Neustadt, den 09. August 2012

Spannend wie ein Krimi verlaufen für die Archäologen am Veitsberg bei Bad Neustadt die Ausgrabungen eines Jahrtausende alten Königsgutes. Die spektakulären Funde lassen darauf schließen, dass der Veitsberg wohl das Zentrum der Pfalz Salz mit hoher politischer Bedeutung war. Schon nahezu seit drei Jahrzehnten ist man auf dem Bergsporn zwischen Bad Neustadt, Hohenroth und Salz der Vergangenheit auf der Spur. Dank des EU Förderprogramms Leader soll die Geschichte des Pfalzgebiets Salz und Veitsberg nun für die Öffentlichkeit aufbereitet und zugänglich gemacht werden, die erste öffentliche Führung findet am kommenden Mittwoch statt. 

„Die bisherigen Forschungsergebnisse der Friedrich-Schiller-Universität Jena lassen darauf schließen, dass am Veitsberg der zentrale Ort der ehemaligen  Pfalz Salz mit einem Königsgut lokalisiert war“, erläuterte der stellvertretende Landrat Helmut Will in einem Pressegespräch im Rathaus von Bad Neustadt. Die Pfalz Salz wiederum habe in der Geschichte des karolingisch-ottonischen Reiches eine wichtige Rolle gespielt. Deshalb seien die archäologischen Entdeckungen auch überregional von herausragender historischer Bedeutung. Wohl nirgendwo anders in der Pfalzenforschung gibt es mehr Fundplätze an einem Ort als im Neustädter Becken.

„Umso wichtiger ist es, die Funde, Befunde und die historischen Zusammenhänge erstmalig in hochwertiger Weise einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, unterstrich auch Bürgermeister Bruno Altrichter, der mit der Stadt Bad Neustadt die Trägerschaft für das Leader-Projekt übernommen hat. Mit gemeinsamen Maßnahmen wird man mit den Partnerkommunen Hohenroth und Salz die Bedeutung der Ausgrabungen darstellen und so einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen.

Im ersten Schritt wird neben einer professionellen Dokumentation der Funde und Befunde umfangreiches Informationsmaterial zur touristischen Vermarktung und zur Bewusstseinsbildung für die Bevölkerung entstehen. Geplant sind Logo, Internetauftritt, Informationstafeln und Flyer. Weiterhin sollen bis zum Jahr 2015 ausgewählte Fundstücke im Rahmen einer Wanderausstellung zu sehen sein. Vorträge, Grabungsführungen, Kinderuni und Projekttage lassen die bewegte Vergangenheit auf dem Veitsberg ebenfalls wieder lebendig werden. Auch eine internationale Fachtagung soll es im Jahr 2014 geben. Die Kosten für das Projekt Pfalzgebiet Salz und Veitsberg belaufen sich auf 80.755 €, 50 Prozent der Nettokosten davon trägt Leader, die weiteren Kosten teilen sich die drei Kommunen.

„Das Projekt Pfalzgebiet Salz und Veitsberg ist ein Leuchtturm in der Förderlandschaft“, betonte Karl-Heinz Suhl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen der offiziellen Übergabe des Förderbescheids an Bürgermeister Bruno Altrichter. Durch die Inwertsetzung der bedeutsamen Kultur- und Siedlungsgeschichte stärke das Projekt sowohl das Heimatgefühl der Einheimischen als auch die touristische Attraktivität der Region.
Schon jetzt ist ab spätestens 2015 ein Folgeprojekt geplant, berichtete Regionalmanagerin Ursula Schneider. Wenn die Grabungsarbeiten abgeschlossen sind, soll das Gelände auf dem Veitsberg z.B. mittels eines beschilderten Wanderweges für die Öffentlichkeit erschlossen und mit weiteren Veranstaltungen bekannt gemacht werden. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann am kommenden Mittwoch, 15. August, an den ersten öffentlichen Führungen über das Ausgrabungsgelände teilnehmen. Die kostenfreien Führungen finden um 11:00 Uhr und um 14:00 Uhr statt, Treffpunkt ist am Veitsberg (Straße An der Steig, Hohenroth, Richtung Hundesportplatz). Die Führungen leitet die Ausgrabungsleiterin Petra Wolters von der Universität Jena.

Wer ernsthaft eine Idee verfolgt, findet bei den Landkreisen Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen und ihrem Regionalmanagement kompetente Hilfe. Das Regionalmanagement der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld steht zusammen mit der Geschäftsstelle der beiden Lokalen Aktionsgruppen im RSG Bad Kissingen über 0971/72 36-0 bzw. info@rsg-bad-kissingen.de. zur Verfügung.

Hintergrund: Die Pfalz Salz
Seit Mitte des achten Jahrhunderts gibt es Aufzeichnungen über die Pfalz Salz. 790 wird erstmals ein Aufenthalt Karls des Großen genannt. Bis 948 folgen rund ein Dutzend dokumentierter weiterer Aufenthalte von Königen und hochrangigen Gesandtschaften; ebenso ist der Veitsberg Schauplatz politischer Versammlungen. Mitte des zehnten Jahrhunderts jedoch wird die Pfalz Salz mit ihren Besitzungen an das Bistum Würzburg und das Stift Aschaffenburg verschenkt, was archäologischen Quellen zufolge eine Umstrukturierung der gesamten Siedlungslandschaft zur Folge hat. Dass der Veitsberg wirklich das Zentrum der villa regia Salz war, ist zwar bislang nicht sicher dokumentiert, wird aber von den Wissenschaftlern auf jeden Fall unter allen genannten Standorten favorisiert. Erst im Jahr 1983 entdeckte man durch Luftaufnahmen das historisch so bedeutsame Gelände auf dem Veitsberg und begann mit den Ausgrabungen, die bis heute andauern. Inzwischen zeigt sich deutlich das Bild einer mehrphasigen Befestigungsanlage karolingisch-ottonischer Zeitstellung ab. Jüngste Funde und Untersuchungen manifestieren die Auffassung, dass der Veitsberg das Zentrum des Königsgutes war. Die Grabungen werden vorerst noch bis zum Jahr 2014 fortgeführt. 



Pfalz Salz am Veitsberg
War der Veitsberg bei Bad Neustadt das Zentrum eines Königsgutes von herausragender geschichtlicher Bedeutung? Die zahlreichen Funde wie hier im Bild die Grundmauern eines Rundturmes sowie eine Befestigung legen dies nahe. Im Rahmen des Leader-Projekts „Pfalzgebiet Salz und Veitsberg“ werden die wertvollen Befunde erstmals im Zusammenhang der Öffentlichkeit präsentiert. Foto Petra Wolters

Pfalz Salz - Präsentation
Spannendes zur Geschichte des Pfalzgebiets Salz und Veitsberg erfahren Geschichtsinteressierte bald dank eines neuen Leader-Projekts: Karl-Heinz Suhl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (3.v.l.) überreicht den Förderbescheid von Leader an Bruno Altrichter, Bürgermeister der Stadt Bad Neustadt (3.v.r.). Mit ihnen freuen sich die Partner des Projekts (v.l.n.r.): Ursula Schneider, Regionalmanagerin, Martin Schmitt, 2. Bürgermeister der Gemeinde Salz, Georg Straub, 1. Bürgermeister der Gemeinde Hohenroth, sowie der stellvertretende Landrat Helmut Will. Foto Hannah Schneider






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